Gesundes Wohnen

Der Gedanke an Schimmelpilzbefall, marode Bausubstanz und hohe Heizkosten ist der Schrecken eines jeden Mieters. Aus diesem Grund sollte viel Wert auf richtiges Heizen und Lüften gelegt werden. Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Zugluft müssen dementsprechend reguliert werden, um im Normbereich zu bleiben. Auf diese Weise können auch Gerüche und die Produktion von Schadstoffen vermieden werden, um gesund zu bleiben und sich wohl zu fühlen. Das erforderliche Wohnklima lässt sich, im Gegensatz zum Außenklima, selbst bestimmen. Fenster und Heizkörper, gegebenenfalls entsprechende Lüftungsanlagen, die das Wohnklima ganz von selber regulieren, sind die dafür notwendigen Instrumente. Ist es zu feucht in der Wohnung, wird dies schnell zu Schimmelpilz- oder Milbenbefall führen. Milben können sich beispielsweise in Polstermöbeln oder Matratzen einnisten. Dies kann insbesondere für Allergiker unangenehm und gefährlich werden.

Schadstoffe und Gerüche können von bestimmten Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen, wie Möbeln oder Fußbodenbelägen, ausgehen. Aber auch Zigarettenrauch oder spezielle Reinigungsmittel können eine Ursache für Müdigkeit, Kopfschmerzen, Allergien, Erkrankungen wie Asthma oder sogar Vergiftungen sein.

Effektives Heizen und Lüften sind demnach sehr wichtig. Während bei älteren Gebäuden aufgrund der Fassaden, noch große Wärmeverluste zu verzeichnen sind, wird heute mehr Wert auf den Wärmeschutz gelegt. So kommen beim Hausbau bestimmte Dämmstoffe wie Polystyrol und Mineralwolle, Wärmeschutzfenster und moderne Leichthochlochziegel zum Einsatz.

Problematisch wird es bei den so genannten „Wärmebrücken“. Durch sie entweicht die Wärme schneller als durch den Rest der Wand. Dies passiert besonders häufig in Gebäudeecken, im Fensterbereich und bei Balkonanschlüssen. Dort kann die Wand schnell feucht werden, weshalb die Schimmelpilzgefahr an diesen Stellen besonders hoch ist.

Ist die Luftfeuchtigkeit im Raum sehr hoch, sollte die Luft getrocknet werden. Ausreichendes Lüften kann da Abhilfe schaffen. Oberstes Gebot ist es dabei den Heizkörper abzuschalten. Ist die Heizung nicht in Betrieb, wird der Mieter oder Wohnungsbesitzer auch daran erinnert, das Fenster bei Erreichen einer niedrigeren Temperatur wieder zu schließen. Auch nachts ist es empfehlenswert die Heizung abzuschalten. So können gleichzeitig Energie und Heizkosten gespart werden.

Ein weiterer nützlicher Tipp ist es, die Türen zu kühleren Räumen geschlossen zu halten und diese nicht mit der Heizungsluft aus den Nachbarräumen zu versorgen. Auf diese Weise wird nämlich nicht nur Wärme, sondern auch Feuchtigkeit innerhalb dieses Raumes erzeugt. Diese kann sich sogar als Kondenswasser niederschlagen. Diese Feuchte wiederum ist ein gefährlicher Nährboden für Schimmelpilze. Kühle Räume sollten also mit ihrem eigenen Thermostat bzw. Heizkörper beheizt werden.



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